Starke Frauen im Lützow-Viertel (Teil 3): Der Deutsche Lyceum-Club

Der Deutsche Lyceum-Club war der letzte der neugegründeten Vereine der Frauenbewegung um die Jahrhundertwende, gegründet nach einem internationalen Frauenkongress im Jahr 1904. Er hatte sicherlich die prominenteste Mitgliederliste und hatte am längsten Bestand von allen Frauenvereinen. Er war gleichzeitig der Verein mit dem pragmatischsten und daher dem vielleicht unpolitischsten Profil aller Frauenvereine, im Sinne von Abstinenz gegenüber den politischen Parteien und Parolen und einer vornehmlich praktischen Orientierung. Er hatte – vielleicht genau deswegen – die größte Reichweite und die höchste Mitgliederzahl … Weiterlesen

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Spaziergang in die Vergangenheit (38): Die Malschule von Dora Hitz am Lützowplatz

Dora Hitz (1853-1924) hätte es verdient, dass eine Straße oder ein Platz nach ihr benannt wäre; eine Gedenktafel gibt es ja seit einiger Zeit. Es muss ja nicht gleich der Lützowplatz sein, aber passen würde es schon. Alle ihre berühmten Zeitgenossen hätten dem zugestimmt … Weiterlesen

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Jüdische Geschichte im Lützow-Viertel (17): Die Familie Popper, Lützowplatz 2 (Teil 8)

Nach dem Tod von Julius Popper 1884 und einer Würdigung seines Lebenswerkes wollten wir eigentlich mit der Lebensgeschichte seiner beiden Söhne Martin und Georg weitermachen, die das Haus der Familie Popper in der Krausnickstraße geerbt und verkauft hatten, nachdem auch ihre Mutter 1886 verstorben war. Aber ein Besuch im Grundbucharchiv Berlins hatte noch ein paar wichtige Details erbracht, um die Geschichte bis hierhin ergänzten. Weiterlesen

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Gedenktafel für Dr. Arnold Berliner (1862-1942)

Das Bezirksamt wird auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg eine Gedenktafel aufstellen lassen, um den weltbekannten Physiker Dr. Arnold Berliner zu würdigen. Er gründet 1913 im Julius Springer Verlag die Zeitschrift „Die Naturwissenschaften“, heute weltbekannt als „The Science of Nature“. 1935 wurde er entlassen und durfte das Verlagsgebäude nicht mehr betreten, weil er als Jude galt. Als ihm zuletzt seine Wohnung in der Kielganstraße 5 weggenommen werden sollte, flüchtete sich Dr. Arnold Berliner am 22. März 1942 in den Tod. Weiterlesen

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Noch einmal: Wo war die Körner Realschule?

Eigentlich hatten wir die Frage längst beantwortet: Die Schule lag hinter den Häusern an der heutigen Pohlstraße 20, damals die Steglitzer Straße 9 und 10, im östlichen Teil der Pohlstraße. Die Schule hatte die Adresse Steglitzer Straße 8A, der Zugang erfolgte über einen Gang zwischen den Häusern 8 und 9 … Weiterlesen

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Jüdische Apotheker und Ärzte (2): Moritz Borchardt, Dörnbergstraße 6 (Teil 2)

Auch wenn bezüglich der genealogischen Herkunft vom Moritz Borchardt, über die wir berichten haben, in der Vergangenheit einiges falsch und/oder ungenau geschildet wurde, seine schulische und berufliche Ausbildung sind weitgehend korrekt, vollständig und einheitlich erfasst und berichtet … Weiterlesen

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Ein Besuch beim Verein Berliner Künstler, Schöneberger Ufer 57

Für die Galerien entlang des Schöneberger und des Lützowufers war das Lützowviertel wohl immer „Hinterland“, damals wie heute: Der Blick geht – vermutlich sehnsüchtig – über den Landwehrkanal, seinerzeit zum Tiergartenviertel, dem bevorzugten Wohnbezirk vermögender Kunstsammler, heute zur Nationalgalerie, dem Kulturforum und demnächst dem neuen Museum der Moderne. Das war vermutlich auch für den Verein Berliner Künstler (VBK) so … Weiterlesen

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Post aus Tokio: Walter Benjamin (1892-1942) im Blumeshof

Die Mail kam wirklich überraschend: Aus Tokio schrieb – in allerbestem Deutsch – ein emeritierter japanischer Professor, Jun Tanaka, und kommentierte eine soeben veröffentlichte Geschichte, die von den Bewohnern des Blumeshof 12 handelte. Eigentlich ging es ihm nur um eine Bewohnerin, Hedwig Schoenflies, Walter Benjamins Großmutter mütterlicherseits… Weiterlesen

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