Gedenktafel für Dr. Arnold Berliner (1862-1942)

Das Bezirksamt wird auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg eine Gedenktafel aufstellen lassen, um den weltbekannten Physiker Dr. Arnold Berliner zu würdigen. Er gründet 1913 im Julius Springer Verlag die Zeitschrift „Die Naturwissenschaften“, heute weltbekannt als „The Science of Nature“. 1935 wurde er entlassen und durfte das Verlagsgebäude nicht mehr betreten, weil er als Jude galt. Als ihm zuletzt seine Wohnung in der Kielganstraße 5 weggenommen werden sollte, flüchtete sich Dr. Arnold Berliner am 22. März 1942 in den Tod. Weiterlesen

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Noch einmal: Wo war die Körner Realschule?

Eigentlich hatten wir die Frage längst beantwortet: Die Schule lag hinter den Häusern an der heutigen Pohlstraße 20, damals die Steglitzer Straße 9 und 10, im östlichen Teil der Pohlstraße. Die Schule hatte die Adresse Steglitzer Straße 8A, der Zugang erfolgte über einen Gang zwischen den Häusern 8 und 9 … Weiterlesen

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Jüdische Apotheker und Ärzte (2): Moritz Borchardt, Dörnbergstraße 6 (Teil 2)

Auch wenn bezüglich der genealogischen Herkunft vom Moritz Borchardt, über die wir berichten haben, in der Vergangenheit einiges falsch und/oder ungenau geschildet wurde, seine schulische und berufliche Ausbildung sind weitgehend korrekt, vollständig und einheitlich erfasst und berichtet … Weiterlesen

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Ein Besuch beim Verein Berliner Künstler, Schöneberger Ufer 57

Für die Galerien entlang des Schöneberger und des Lützowufers war das Lützowviertel wohl immer „Hinterland“, damals wie heute: Der Blick geht – vermutlich sehnsüchtig – über den Landwehrkanal, seinerzeit zum Tiergartenviertel, dem bevorzugten Wohnbezirk vermögender Kunstsammler, heute zur Nationalgalerie, dem Kulturforum und demnächst dem neuen Museum der Moderne. Das war vermutlich auch für den Verein Berliner Künstler (VBK) so … Weiterlesen

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Post aus Tokio: Walter Benjamin (1892-1942) im Blumeshof

Die Mail kam wirklich überraschend: Aus Tokio schrieb – in allerbestem Deutsch – ein emeritierter japanischer Professor, Jun Tanaka, und kommentierte eine soeben veröffentlichte Geschichte, die von den Bewohnern des Blumeshof 12 handelte. Eigentlich ging es ihm nur um eine Bewohnerin, Hedwig Schoenflies, Walter Benjamins Großmutter mütterlicherseits… Weiterlesen

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Spaziergang in die Vergangenheit (37): Die Cholera-Pandemie von 1831/1832

Die zweite Cholera-Pandemie (1831-1832) erreichte Preußen im Frühjahr 1831 und dauerte in Berlin bis zum Februar 1832. Zu diesem Zeitpunkt (1831) gab es das Lützow-Viertel (oder, wie es damals hieß, die Schöneberger Vorstadt) noch nicht. Aber vielleicht war es ja gerade die „asiatische Hydra“ von 1831/1832, die Pate stand bei der Gründung des heutigen Lützow-Viertels, war der Anlass für die Siedlung außerhalb der Stadtmauern … Weiterlesen

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Starke Frauen im Lützow-Viertel: Der Berliner Frauenclub von 1900 (Teil 2)

Der bürgerliche Flügel der Frauenschaft gründete im Jahr 1899 den Berliner Frauenklub von 1900 unter ihrer ersten Vorsitzenden Alice Salomon (1872 – 1948), eine jüdische Sozialreformerin, die von 1902 bis 1906 in Berlin Nationalökonomie studierte. Der Frauenklub sollte ein Treffpunkt vor allem für berufstätige Frauen der bürgerlichen Mittelschicht, wie Lehrerinnen, Angestellte, Ärztinnen, Künstlerinnen usw. sein. Der Frauenklub von 1900 grenzte sich mit dieser Zielsetzung … Weiterlesen

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Spaziergang in die Vergangenheit (36): Gibt es die Königsstadt heute noch?

Eigentümer*innen von Wohnungen und Häusern kennen ihn, den Grundbuchauszug ihrer Immobilie, nicht zuletzt deswegen, weil sie neuerdings dafür eine neu berechnete Grundsteuer bezahlen. Was ist aber mit historischen Grundbüchern, sagen wir mal um 1900? Die früheren Besitzer der Immobilie sind längst tot, das Haus gibt es möglicherweise auch schon nicht mehr, die Schulden sind abbezahlt, und selbst die Geldgeber mögen schon nicht mehr existieren. Wie kommt man an einen Grundbuchauszug, Weiterlesen

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Jüdische Geschichte im Lützow-Viertel (16): Die Familie von Ernst Liedtke, Blumeshof 12 (Teil 8)

Fast fünfundzwanzig Jahre wohnte die Familie von Ernst Liedtke am Blumeshof 12, von 1910 bis 1934. Wir wollen zum Abschluss dieser Familiengeschichte noch einen Blick in die Wohnung und in die Nachbarschaft werfen.
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Jüdische Apotheker und Ärzte (2): Moritz Borchardt, Dörnbergstraße (Teil 1)

Über den Berliner Arzt Moritz Borchardt (1868-1948) und seine Vorfahren ist schon einiges geschrieben worden, aber nicht alles stimmt, und nicht alles ist leicht überprüfbar. Das fängt schon mit dem Satz an, auf den sich alle berufen, nämlich dass er „aus einer seit Jahrhunderte in Berlin ansässigen jüdischen Kaufmannsfamilie“ stamme … Weiterlesen

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