Neuverlegung der Stolpersteine für Henriette Fischer und Helene Asriel

 

Stolpersteine für Henriette Fischer und Helene Asriel (Foto:eki)

Henriette Fischer, geb. Hochsinger, 1867 in Wien geboren, heiratete in Berlin den Unternehmer Siegfried Fischer. Sie wurde am 14.9.1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie im Februar 1944 starb.

Ihre Tochter Helene Asriel, geb. Fischer, 1891 in Berlin geboren, heiratete den Unternehmer David Asriel. Sie wurde am 17.5.1943 in das Vernichtungslager Ausschwitz deportiert und ermordet.

Am 1. Juli 2010 waren in der Genthiner Straße vor dem Haus Nr. 46 Stolpersteine für Henriette Fischer und Helene Asriel verlegt worden. Beide Frauen wohnten mit ihren Familien hier. Die Patenschaft dafür übernahm Rechtsanwalt und Notar a.D. Herr J. Tribowski.

Vorbereitung zur Verlegung (Foto:eki)

Nachdem das Grundstück erst verkauft und dann neu bebaut wurde, waren die Stolpersteine für die beiden Frauen vor dem Haus in der Genthiner Straße nicht mehr auffindbar. Herr Tribowski setzte sich dafür ein, dass die jetzige Eigentümerin des Grundstücks, die Diamona & Harnisch GmbH, eine Spende an die „Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin“ überwies.

 

Damit konnten die fehlenden Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig heute, am 24. März 2021, im Rahmen einer kleinen Gedenkfeier neu verlegt werden. Weiße Rosen auf den Stolpersteinen machten vorübergehende Passant*innen auf die neu verlegten Steine aufmerksam.

bereit zum Gedenken (Foto:eki)

Der Initiator Jürgen Tribowski,  Frau Silvija Kavčič von der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin, Mitglieder des Stadtteil-Forums Tiergarten-Süd, der Initiative „Jüdisches Leben und Widerstand in Tiergarten-Süd“ und des Stadtteilmagazins „mitteNdran“ nahmen an der Neuverlegung teil.

Immer wieder kommt es im Rahmen von Bauarbeiten dazu, dass Stolpersteine nach Abschluss der Arbeiten verschwunden sind. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen, die Patenschaften übernommen haben, dass Anwohner aus der Nachbarschaft, dass wir alle aufmerksam bleiben und nachforschen zum Verbleib verschwundener Stolpersteine, um eine Neuverlegung möglich zu machen, damit wir die Opfer nicht vergessen, die in der NS-Zeit ermordet wurden.

In diesem Zusammenhang freuen wir uns, dass es mittlerweile auch für die verschwundenen Stolpersteine des Ehepaars Harnack Ersatz gibt. Sie sind bereits hergestellt und sollen im September in einer angemessenen Feier neuverlegt werden

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