HAL: Künstleringespräch mit Workshop – Ilona Kalnoky

 

Am Freitag 22. Januar 2021 um 16 Uhr findet im Rahmen der Ausstellung „KUNST KANN – Einblicke in zeitgenössische künstlerische Haltungen“ ein Gespräch mit der Künstlerin Ilona Kálnoky und ein daran anschließender Workshop statt. Sie können live per Zoom daran teilnehmen und Fragen stellen. Die Anzahl der Teilnehmenden ist nicht begrenzt. Das einleitende Gespräch führt Dr. Marc Wellmann, künstlerischer Leiter vom Haus am Lützowplatz und Co-Kurator der Ausstellung.

 

Anmeldung zum Gespräch + Workshop
Ilona Kálnoky ist mit insgesamt fünf „Sculpture Scetches“ in der Ausstellung repräsentiert (im Bild: Sculpture Sketch #5, 2012, Inkjet auf Büttenpapier,  gerahmt, 32 x 24 cm). Die unabgeschlossene Serie besteht aus Fotografien, auf denen die „Begegnungen“ verschiedener Materialien unter den Wirkungen physikalischer Gesetzmäßigkeiten festgehalten sind. Es sind aus Experimenten hervorgegangene Materialkombinationen, die auch als plastische Skizze fungieren, um größere Ensembles zu erproben. Dies Objekte existieren nur noch teilweise oder auch nur als Fragmente im Original. Für die Künstlerin haben die Fotografien, in denen sie gegenwärtig gehalten bleiben, sowohl Dokument- als auch Werkcharakter. In dieser offenen Struktur markieren sie das Zentrum des Schaffensprozesses der Künstlerin. Die Rahmen hängen in Form eines Rasters an der Wand, sind frei kombinierbar und können darin als miteinander zusammenhängende oder voneinander differierende Handlungsabläufe gelesen werden.

Ilona Kálnoky bezieht ihre Materialien sowohl vom Fach- als auch vom Baumarkt. Es handelt sich durchweg um geradezu alltägliche, in der Regel auch vorproduzierte Stoffe, die sie in ihrem ursprünglichen Zustand weitgehend belässt, sie vor allem nicht bemalt oder mechanisch weiter bearbeitet. Neben der Kombination von zwei distinkten Dingen, wie etwa einer Zwinge und einem Ballon, die durch Druck, Reibung oder schlicht durch Wirkungen der Gravitation aneinandergehalten werden, verwendet die Künstlerin auch amorphe Stoffe wie Sand, Schlamm, Gips oder Salz. Es geht ihr um eine Enzyklopädie der Dinge unter der Einwirkung von Prozessen, die uns in der Welt umgeben. Wie verhalten sich die Materialien zueinander und in Bezug auf den Betrachter, die Betrachterin? Die handwerkliche Reduktion führt zu einer Konzentration auf die an den Materialien ausgeführten Handlungen bzw. an ihnen vollzogenen Prozessen.

Zur Einführung auf das Gespräch und den Workshop empfehlen wir dieses in der Ausstellung produzierte Video mit Ilona Kálnoky.

Ein längeres Interview ist über diesen Link abrufbar.

Unsere Ausstellung „KUNST KANN – Einblicke in zeitgenössische künstlerische Haltungen“ kann noch bis 31. Januar virtuell und live in einem 45-minütigen individuell geführten AVATAR-Rundgangbesucht werden.

Dazu werden Sie mit einem vpersönlichen Assistenten/einer persönlichen Assistentin in einer Videokonferenz verbunden. Die Person verwendet ein tragbares Endgerät und geht so mit Ihnen und den anderen angemeldeten Besucher*innen durch unsere Ausstellungsräume. Im Anschluss an die etwa 20-minütige Führung besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die Erfahrung an ausgewählten Lernstationen zu vertiefen.

Wir bieten wir das Vermittlungsformat Dienstag bis Freitag von 12.00 bis 16.00 Uhr im Stundentakt an.

 

Haus am Lützowplatz

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Anastasia Poscharsky-Ziegler

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