Innensenator Geisel (SPD) „Für ein vernünftiges Miteinander im Park!“

 

Der Begehung folgte eine intensive Diskussion zur Lösung der Parkprobleme im Café Eule. (Foto: Senatsverwaltung für Inneres und Sport)

 

Berlins Senator für Inneres und Sport kam pünktlich zum Treffen und hatte ganze zwei Stunden Zeit mitgebracht. Am Donnerstag besuchte Andreas Geisel (SPD) den Gleisdreieckpark („einen der attraktivsten Parks Berlins“) und führte während der umfänglichen Ortsbesichtigung in Ost- und Westpark intensive Gespräche mit den Mitgliedern der vor über einem Jahr von Beate K. Seiferth gegründeten Bürger*inneninitiative „Gemeinsam fürs grüne Gleisdreieck“. Diese BI besteht im Wesentlichen aus Anwohner*innen aus dem Möckernkiez im Ostpark, sowie der Flottwell- und Dennewitzstraße am Westpark. Seit einigen Jahren – nicht erst seit der Corona-Krise – beobachten sie die Übernutzung und den Missbrauch des Parks, leiden häufige unter extremen nächtlichen Ruhestörungen.

Zur vielköpfigen kompetenten Entourage des Senators gehörten neben engen Mitarbeiter*innen auch Erster Polizeihauptkommissar Christian Konitzer. Als Leiter des für den Gleisdreieckpark zuständigen Polizeiabschnitts 52 ist ihm die Lage vor Ort bestens bekannt. Er ergänzte die Schilderungen der Anwohner*innen durch seine Sicht bei nächtlichen Einsätzen mit behelmten Hundertschaften (Sommer 2020) sowie über die regelmäßigen Streifenfahrten durch den Park und die „Mobile Wache“, die einmal im Monat im Park Station bezieht.  Die lokale und oftmals überbelastete Polizei ist bei Extremlagen im Park die einzig mögliche Hilfe für die Anwohner*innen.

Zum Abschluss der Parktour wurden die Gespräche im Café Eule noch vertieft. Die Betreiberin Kristiana Elig konnte die Schilderungen der Anwohner*innen und Parknutzer*innen über nächtlich hämmernde Beatboxen, Gebrüll, Vandalismus und grenzenlose Vermüllung noch aus Sicht einer Gewerbetreibenden im Kampf gegen offenen Drogenkonsum  und Kriminalität ergänzen.

Innensenator Geisel zeigte sich als geduldiger und aufmerksamer Zuhörer. Er plädierte für ein rücksichtsvolles Miteinander und forderte von den Anwesenden, gemeinsam mit dem Vertreter des Polizeiabschnitts 52, auch Verständnis für die Jugendlichen ein, für die die Berliner Parks zu Pandemiezeiten Treffpunkte und Aufenthaltsorte darstellen.

Als Ergebnis der Parkbegehung bleibt festzuhalten: der Gleisdreieckpark ist in seiner Schönheit und in seinem Erholungswert noch nicht verloren – aber er verdient unbedingt Schutz und Aufmerksamkeit, damit er allen Besucher*innen erhalten bleibt.

Zum Ende des Treffens wurden detailliert das weitere Vorgehen und die nächsten Schritte für mehr Sicherheit im Park geplant. Darüber hinaus erfüllte Senator Geisel der BI ihren Wunsch nach einem Ansprechpartner in seinem Hause. Zudem wird ab September bei jeder monatlichen Sitzung der bei der Senatsverwaltung bereits bestehenden Arbeitsrunde „Park am Gleisdreieck“ ein(e) Vertreter(in) der Bürger*inneninitiative teilnehmen können und Neues zur Lage berichten, sowie den Sitzungsverlauf verfolgen können. Dieser Runde gehören alle maßgeblichen Institutionen und Behörden an.

„Sie haben alles richtig gemacht“, dankte der Innensenator Geisel den Vertreter*innen der BI für ihr Engagement, und fuhr fort: „Bleiben Sie laut! Bleiben Sie lästig!“

 

Gemeinsam in einem der schönsten Parks Berlins unterwegs, der bedroht ist durch Lärm, Müll und Vandalismus. Innensenator Geisel inmitten der Bürger*inneninitiative „Gemeinsam fürs grüne Gleisdreieck“. (Foto: Senatsverwaltung für Inneres und Sport)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anastasia Poscharsky-Ziegler

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