Wo ist „DAS DRITTE LAND“ geblieben?

„Das Dritte Land“

„Seit Mai 2019 hatte St. Matthäus einen Garten: Den Künstlergarten „Das dritte Land“ auf dem alten Matthäikirchplatz vor der St. Matthäus-Kirche.

Die südkoreanischen Künstler Seok Hyun Han und Seung Hwoe Kim hatten im 30. Jahr des Berliner Mauerfalls einen Grenzgarten geschaffen, in dem Pflanzen aus Nord- und Südkorea gemeinsam wachsen. Das berühmte Baekdu-Daegan-Gebirge, das Nord- und Südkorea miteinander verbindet, stand Pate für die schwarzen Basaltformationen, die dem Garten seine Gestalt gaben. Bis November 2019 fanden hier Performances, Konzerte und Diskussionen statt. Das „dritte Land“ als utopisches Biotop, das den jahrzehntelangen Grenzkonflikt der beiden Staaten temporär künstlerisch überwindet.“  Quelle

Durch die Unterstützung von über 160 Kunstbegeisterten aus der ganzen Welt wurde der Künstlergarten „Das dritte Land“ von Han Seok Hyun und Kim Seung Hwoe auf 1.000 m² auf dem Kulturforum am 23. Mai um 19:00 Uhr in Anwesenheit der Künstler eröffnet.

Skulptur „Altar“ von Volkmar Haase auf dem alten Matthäikirchplatz

Die Dauer der Ausstellung, nicht weit vom ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer, war ursprünglich vom 23. Mai bis zum 15. November 2019 geplant, stand aber bis ins Frühjahr diesen Jahres hier. Nun ist der Garten verschwunden. Nur die Skulptur  aus Edelstahl, „Altar“ von Volkmar Haase, steht noch auf dem alten Matthäikirchplatz.

Das dritte Land Wechselnde Träume Blühende Utopien

 

 

 

 

 

Inschrift auf der Tafel:

Das dritte Land    Wechselnde Träume   Blühende Utopien

„DAS DRITTE LAND ist ein Künstlergarten, entworfen von Han Seok Hyun und Kim Seung Hwoe. Einen Sommer lang wachsen hier Pflanzen aus Süd- und Nordkorea zusammen, nicht weit entfernt vom ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer. Der Garten fungiert als ein drittes Land neben Nord- und Südkorea, so wie der ehemalige Berliner Grenzstreifen selbst ein Drittes zwischen Ost und West war. DAS DRITTE LAND ist dem dreißigjährigen Jubiläum des Berliner Mauerfalls gewidmet. Mit DAS DRITTE LAND schaffen die beiden Künstler einen Raum, in dem der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea subtil angesprochen, sinnlich reflektiert und mit den Mitteln der Kunst gelöst scheint. DAS DRITTE LAND transformiert die Wirklichkeit in ein utopisches Biotop: Die Natur siegt über die Macht der Grenze.

Die Felsenstruktur, die das Rückgrat des Gartens bildet, ist dem Baekdeu-Daegan-Gebirge nachempfunden, das sich über die koreanische Halbinsel erstreckt. An diesen Bergen wachsen verschiedene weißblühende Wildblumen; 45 Arten aus Süd- und Nordkorea wurden für DAS DRITTE LAND nach Berlin gebracht.

Wir möchten Sie und Euch herzlich einladen, durch den Garten zu spazieren, und über Erfahrungen mit Grenzen und Idee zu deren Überwindung nachzudenken.

Mehr Informationen erhalten Sie in der St. Matthäus-Kirche.“

Im Rahmen der Langen Nacht der Museen 2021 fand am 24. September in der Kunsthalle Erfurt der Vortrag „Das dritte Land – Ein Künstlergarten“ statt. Anlass des Vortrags waren bestehende Planungen, diesen Garten zur offiziellen Feier zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2022 in Erfurt zu präsentieren.   Quelle

Fotos eki

Edith Kitzelmann

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