Musik und Spiele

Zwölf-Apostel-Kirche (Foto:eki)

Ich bin bestimmt keine Fußballbegeisterte. War ich noch nie. Als meine Freund*innen am Freitag zum Public Viewing in die Zwölf-Apostel-Kirche gehen wollten, da wollte ich erst gar nicht mitkommen. Dann bin ich doch mit. Zu einem Viertelfinalspiel der Fußball EM 2020 das, mit spontan komponierter und live auf der Kirchenorgel gespielter Musik des Pianisten und Komponisten Stephan Graf von Bothmer, auf großer Leinwand zu sehen war. Musik statt Kommentar.

Wir berichten darüber

(Foto:eki)

Der Kirchenraum war locker gefüllt, viele Plätze nicht besetzt. Am Eingang gab es die üblichen Kontrollen, ganz nach den Corona Vorschriften. Vor der Kirche war ein Stand mit Bratwürsten und Getränken aufgebaut.

 

Das Spiel voller dramatischer Szenen der Fußballnationalmannschaft Spaniens gegen die Fußballprofis aus Belgien wurde mittels eines Beamers auf eine große Leinwand übertragen.

Die Fußballmannschaften kommen ins Stadion (Foto:eki)

Über allem schwebte 90 Minuten lang Stephan von Bothmers dahinbrausende, von klassischer Rockmusik wie der von Deep Purple oder Emerson, Lake and Palmer inspirierte Musik. Ohne die Stimme eines Kommentators, mit seiner Musik begleitet wie ein Stummfilm, wurde das Geschehen auf der Leinwand zu einem ursprünglichen, unmittelbaren Erlebnis.

Stephan Graf von Bothmer an der Orgel (Foto:eki)

Jetzt ist aus mir immer noch kein Fußballfan geworden, aber es war ein besonderer Abend.

Mir hat es gefallen.

Der Künstler in der Halbzeitpause (Foto:eki)

Die Spiele gehen weiter, die musikalisch begleiteten Abendvorstellungen in der Kirche auch: “Möge der Beste gewinnen und fair und sportlich soll es zugehen.“

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