Halbzeit für den Umbau der Potsdamer Platz Arkaden

Vor einem Jahr wurden die Potsdamer Platz Arkaden nach 22 Jahren Bestehen für einen umfassenden Umbau geschlossen. In rund einem Jahr sollen die Arkaden im Frühjahr 2022 in neuer Form ein zweites Leben beginnen. Die Bauarbeiten befinden sich trotz der Corona-Pandemie im Zeitplan, so der Betreiber, die ECE Projektmanagement GmbH. Nicht mehr 130, sondern „nur“ noch 90 Geschäfte sollen eine „schöne neue Shoppingwelt“ verkörpern (so die Website http://www.potsdamerplatz.de), mit weniger Vielfalt, aber größerer Verkaufsfläche als vorher.Zudem soll es Angebote für Gastronomie, Freizeit und Unterhaltung geben.

So soll es werden – Blick in die Zukunft: Plakat in den Potsdamer Platz Arkaden (Foto: APZ)

Im Untergeschoss sollen weiterhin die Nahversorger und Dienstleister angesiedelt sein (von denen einige auf der Westseite auch während der Umbauphase weiter geöffnet haben). In den beiden Stockwerken darüber sollen sich internationale Marken ansiedeln. Die Fassade soll schon von außen Blicke ins Innere ermöglichen. Im Zentrum des Gebäudes soll es eine Markthalle mit 5000 Quadratmetern geben, die sich über Erdgeschoss und erstes Obergeschoss erstrecken wird.

Die Potsdamer Platz Arkaden gehörten 1998 zu den ersten neuen Gebäuden des Areals. Nachdem die Mall of Berlin (erbaut 2011 bis 2014) am Leipziger Platz als Konkurrenz in die Nähe rückte, wurde es eng für die Geschäfte am Potsdamer Platz. Der Beginn des aktuellen Umbaus der Arkaden fiel zufällig mit dem ersten Lockdown zusammen. Das war Glück: Die Arkaden entkamen so vielen Sorgen der Pandemiezeit. Die Mall of Berlin traf es dagegen hart. Immer mehr Geschäfte stehen dort leer. Werden diese je wieder an den Start gehen, wenn in der Nachbarschaft die Potsdamer Platz Arkaden wie „Phönix aus der Asche“ steigen?

 

So sieht momentan der Eingangsbereich innen auf der Westseite aus. Die Ostseite ist geschlossen. Im Untergeschoss ist ein Supermarkt, eine Apotheke und zwei, drei weitere Dienstleister. (Foto: APZ)

Der Blick nach Osten zeigt während der Umbauphase eine kunterbunte Schutzwand im Stil der OP-Art. Sie wurde von Künstlern aus unserem Kiez gestaltet, dem Duo „44 Flavours“ , bestehend aus Sebastian Bagge und Julio Rölle. (Foto: APZ) Infos unter http://www.44flavours.com

Anastasia Poscharsky-Ziegler

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