Erinnerung an Klaus-Jürgen Rattay

Am 22. September 1981 starb Klaus-Jürgen Rattay. Er wurde nur 18 Jahre alt.

Am Morgen des 22. Septembers 1981 sollten acht besetzte Häuser geräumt werden. Darunter das Haus in der Bülowstraße 89. Zur Unterstützung der Hausbesetzer*innen waren viele Demonstrant*innen gekommen. Sie riefen Sprechchöre, die sich gegen Anwesenheit und Auftreten des damaligen Innenministers Heinrich Lummer (CDU) richteten. Zuvor hatte es eine Pressekonferenz des Senators in dem geräumten Haus Bülowstraße 89 gegeben. Die Polizei drängte die Menge vor dem Haus, darunter Klaus-Jürgen Rattay, auf die Straße und weiter in Richtung Potsdamer Straße. Rattay geriet unter einen anfahrenden BVG-Doppeldeckerbus, der ihn mitschleifte und erst auf Höhe der Potsdamer Straße 127 zum Stehen kam. Dort starb Klaus-Jürgen Rattay.

Kurze Zeit danach entfernten Hausbesetzer*innen dort sechs Gehwegplatten und ließen an dieser Stelle ein Kreuz aus Beton in Erinnerung an Klaus-Jürgen Rattay in den Bürgersteig ein. Im Laufe der Jahre wurde das Kreuz immer mehr beschädigt, bis es 2017 bei Kanalarbeiten entfernt wurde.  wikipedia

Erinnerung an Klaus-Jürgen Rattay (Foto:eki)

Das neue Gedenkkreuz wurde von dem Künstlerehepaar Gerhard Haug und Sabine Roewer originalgetreu in Eisenguss wiederhergestellt. Am 22. September 2021, dem 40. Todestag von Klaus-Jürgen-Rattay, wurde der neue Gedenkstein an derselben Stelle verlegt.

Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, sagte:

„Dem Bezirk ist es wichtig, einen öffentlichen Gedenkort für Klaus-Jürgen Rattay zu erhalten und an die Ereignisse vor 40 Jahren zu erinnern.“

Den ganzen Text finden Sie hier

Edith Kitzelmann

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