ep.contemporary: 12 Künstler und ihre 12 Freunde zeigen große Bandbreite

 

Die Begriffe Kunst, Freundschaft und Künstlerfreundschaften bestimmen die Gruppenausstellung „12+12“ in der Galerie ep.contemporary. Die gemeinsamen Projekte der Mitglieder mit ausgesuchten Projektpartner bestechen manchmal durch Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten (z. B. bei Regine Spangenthal und Doris Erbacher) , manchmal leben sie von starken Gegensätzen, wie bei Martina Reichelt und Rémy Mouton.

Gut und übersichtlich gehängt, mit ausreichend Raum zwischen den Kunstobjektpaaren, präsentiert sich dem Besucher eine seltene und ungeheure Vielfalt der Techniken und Ideen: von Wachs auf Papier, Collage, der Cyanptypie (Eisenblaudruck), über japanische Rakukeramik, hin zur fragilen Drahtskulptur und dem Pigmententintendruck auf Baumwolle (des neuen Mitglieds Jens Schünemann) wird dem klassischen „Öl oder Acryl auf Leinwand“ Rares geboten.

Das edle goldene Kreuz, das sich aus 12 Exemplaren des katholischen Gesangbuchs „Gotteslob“ ergibt (Albert Coers) besticht durch seine schlichte, formale Strenge und die Idee. Das nicht minder sakrale Partnerkunstwerk von Galeriemitglied georgia Krawiec verlangt Hingabe und Interesse für ihre „Physikalische Untersuchung von metaphysischen Eigenschaften geweihter Buchstaben auf Papier in 12 Substanzen“, 2019. Die Installation besteht aus 12 befüllten Klarglasflaschen á 250 ml, diversen farbigen Flüssigkeiten und bedrucktem Konfettipapier (aus dem Locher ). Die Beschaffenheit der Flaschensubstanzen werden angegeben als Alkohol, Gold, Essigsäure, Berliner Luft, Schwefel usw. und geben dem Betrachter Rätsel auf mit der Aura des Heiligen, das sich niemals verstehen und höchstens glauben lässt.

 

Ein Katalog mit Anmerkungen zu den Werken liegt in der Galerie ebenso aus, wie die Preisliste.

 

Ort: Galerie ep.contemporary, Pohlstr. 71, 10785 Berlin

Öffnungszeiten: Do + Fr 15-18.30 Uhr, Sa 14-18 Uhr

Daue der Ausstellung: bis 21. Dezember 2019

Website: http://www.ep-contemporary.de

Fon: +49 30 652 180 18

Anastasia Poscharsky-Ziegler

Schreibe einen Kommentar