Der Potsdamer Platz kämpft um Attraktivität

Vor Corona wurden Schulklassen über den Potsdamer Platz getrieben, ansonsten tummelten sich hier Touristen aus aller Welt mit ihren Rollkoffern. Berliner traf man  nur selten. Eigentlich gilt der neue Potsdamer Platz “im Herzen der Geschichte Berlins” als recht misslungen mit seiner Steinplattenwüste um das Wahrzeichen, die grüne Verkehrsampel.

Auch das Konzept, zwei große Shoppingmalls (Potsdamer Arkaden und Mall of Berlin) nur einen Katzensprung voneinander zu etablieren, ist kritisch zu sehen. Seit April 2020 werden die Arkaden umgebaut, die unter der Konkurrenz der anderen Mall seit Herbst 2014 stark litten. Dieser Mall selbst geht es nun –  wegen der Pandemie und der Lockdowns – auch alles andere als gut, obwohl die Arkaden bis 2022 geschlossen sind.

Eine der neuen Blumenkugeln in den Straßen um den Potsdamer Platz. (Foto: APZ)

Nun werden die ersten Bemühungen der kanadischen Firma Brookfield Properties, den Platz samt Umgebung bis 2025 für 200 Millionen Euro attraktiver zu gestalten, sichtbar: kunterbunte Blumenkugeln an den Lampen sollen Farbe in das Steingrau-Allerlei bringen, Lichterketten sollen abends für eine gewisse Stimmung sorgen, Food Trucks in der Varian-Fry-Straße Menschen mit Spezialitäten sättigen. Es soll noch mehr positive Veränderungen (neue Pflasterung, Verbannung der PKWs, insektenfreundliche LED-Beleuchtung, viel Außengastronomie usw.) geben, um auch die Berliner endlich hierher zu locken.

Regelmäßige Informationen über die Baumaßnahmen am Platz und in den Potsdamer Arkaden (durch die ECE Projektmanagement GmbH & Co.KG) sind auf Instagram https://www.instagram.com zu finden unter potsdamer_platz.

Anastasia Poscharsky-Ziegler

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