„Campus der Generationen“

„Kurmark“ + „Villa Schöneberg“ (Foto:eki)

Gleich hinter unserer Bezirksgrenze im Schöneberger Norden wird der „Campus der Generationen“ entstehen. Das Projekt soll helfen, die schwierige Situation im Kiez positiv zu beeinflussen. Gemeinwesen-orientierte Räume und Flächen werden zur Verfügung gestellt, um die räumliche Verzahnung bestehender Angebote besser möglich zu machen. Die generationsübergreifende Verbindung bestehender Einrichtungen („Kurmark“, „Villa Schöneberg“, „Haus der Kinder“) soll verstärkt und eine Verbesserung der sozialen Infrastruktur, vor allem für Jugendliche, erreicht werden.

Darüber hinaus werden bezahlbare Wohnungen (Kaltmiete: €6,50/m2 bis €10/m2) im Quartier entstehen. Die Gewobag plant den Baubeginn für 2022, Fertigstellung ist voraussichtlich 2024/25.

Die Kosten für die Herstellung der Einrichtungen betragen insgesamt 9 Mio Euro, davon fallen 2,9 Mio für die „Kurmark“ an, 5,5 Mio Euro für die „Villa Schöneberg“ und 550.000 Euro für die Gestaltung des neuen Spielplatzes hinter der „Villa Schöneberg“.

Nachbarschafts-und Familienzentrum „Kurmark“ (Foto:eki)

„Modul I“:

Nachbarschafts- und Familienzentrum „Kurmark“, Kurmärkische Straße 1-3, geplanter Umzug ist Frühjahr 2021 in 170m2 Gewerberäume im Erdgeschoß der „Kumi*13“.

Das alte Haus wird abgerissen, das neue schließt künftig in der Frobenstraße an das nächste Haus an. Der Spielplatz fällt weg. Das Grundstück hat eine Fläche von 1500m2. Davon werden 500-600m2 für die Nutzung durch die „Kurmark“, das Pestalozzi-Fröbel-Haus, das Gesundheitsamt und die Familien- und Erziehungsberatungsstelle im Erdgeschoß zur Verfügung gestellt. Den geplanten Multifunktionsraum werden auch die Stadtteilkoordination sowie verschiedene andere Initiativen nutzen.

In den oberen Geschossen werden behindertengerechte 1- und 2-Zimmer-Wohnungen mit Balkon entstehen. Im „Modul I“ wird es insgesamt 70 Wohnungen geben, 50% davon sind gefördert. Außerdem wird hier ein Beratungscafé eingerichtet werden.

„Villa Schöneberg“ mit angrenzendem Spielplatz (Foto:eki)

„Modul II“:

Die „Villa Schöneberg“, unter Einbeziehung des Spielplatzes in der Frobenstraße 27-29, wird ebenfalls abgerissen.

In dem geplanten Neubau wird es künftig eine Nutzung für die Einrichtungen über 2 Etagen geben. Nutzfläche 1200m2, aktuell 400m2. Entstehen werden ein kleiner Gruppenraum mit Teeküche, ein offener Jugendtreff, ein Multifunktionsraum mit doppelter Raumhöhe. Im Keller sind eine Holz- und Metallbau-Werkstatt sowie ein Musikkeller geplant. Die Räume sind für Kinder von 6 bis 12 Jahren gedacht.

In den oberen Etagen im „Modul II“ entstehen 40 belegungsgebundene, barrierefreie 1-, 2- oder 3-Zimmer- und eine 4-Zimmer-Wohnung, alle mit Balkon.

Auf dem dahinterliegenden Grundstück wird ein öffentlicher Spielplatz angelegt, der über einen Durchgang zu erreichen sein wird.

Edith Kitzelmann

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