Babylonische Sprachverwirrung im HaL

Sechzehn Radios quatschen, quietschen und musizieren vor sich hin. Der Versuch einige Worte oder einen Sinn zu erfassen bleibt erfolglos. Länger als wenige Minuten halten das die meisten Zeitgenossen nicht aus. Noch dazu in dieser lauten und quirligen Hauptstadt, wo Galerien und Museen meist heilige Inseln der Ruhe sind. Im Haus am Lützowplatz ist das gerade anders.

 

Radiosands ist in einer Kooperation des Deutsch-Schweizer Künstlers Thom Kubli ( * 1969, Frankfurt/Main) mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft entstanden. Kuratiert wird die Ausstellung von Tina Sauerländer (Direktorin von peer to space). Das Thema dieser Echtzeit-Installation, die digitale Prozesse künstlicher Intelligenz (KI) nutzt, ist die Informationsflut, der wir täglich ausgesetzt sind, und aus der wir uns unsere Realität zusammenbauen, die Kubli die „granuläre Wirklichkeit“ nennt.

Radiosands, Installation 2019, Thom Kubli (Foto:APZ)

Radio, Radiosands, Installation 2019, Thom Kubli (Foto: APZ)

 

 

Ort: Haus am Lützowplatz, Lützowplatz 9, 10785 Berlin

Laufzeit der Ausstellung: bis 01. September 2019

Website: http://www.hal-berlin.de

Fon: 030/261 38 05

 

Zwei Führungen durch die begehbare Installation werden zur Langen Nacht der Museen am 31. August 2019 ( geöffnet von 18 Uhr bis 2 Uhr) angeboten:

um 18:30 Uhr und um 19:30 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anastasia Poscharsky-Ziegler

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