Alle Entwürfe zum geplanten Exilmuseum im Vergleich

Im Foyer der Staatsbibliothek sind bis zum 17. Oktober 2020 die zehn Architekturentwürfe für das geplante Exilmuseum am Anhalter Bahnhof zu betrachten. Vor allem die neun, die es nicht wie der Entwurf von Dorte Mandrup (Kopenhagen) auf das Siegerpodest schafften. Nachzulesen hier im Blog unter https://www.mittendran.de

Leider ist nur der Siegerentwurf  als weißes 3-D-Modell zu sehen. Dennoch ist es sehr interessant und aufschlussreich die übrigen Entwürfe aus aller Welt (Japan, USA, Volksrepublik China, Deutschland, Dänemark) an den Stellwänden zu studieren und das kritische Urteil der Jury aus diesem Sommer zu lesen.

Platz 2 belegten Diller Scofidio + Renfro (New York) und Platz 3 Bruno Fioretti Marquez, Berlin/Lugano. Viele Architekten setzten auf Glas und die Würfelform. Dagegen setzt sich der dänische Siegerentwurf mit seinem geschwungenen Bogen interessant ab.

 

So soll das Exilmuseum Berlin am Anhalter Bahnhof ab 2025 aussehen. Entwurf und Copyright: Dorte Mandrup, Kopenhagen

 

Fünf Berliner Architekturbüros waren beteiligt, von denen vier sich nicht platzieren konnten.

Nur eine Idee setzte sich völlig von den anderen ab: Das Architekturbüro URBANA aus Dhaka (Bangladesch) wurde Opfer der Coronakrise und konnte daher keinen finalen Entwurf einreichen.  Dennoch wurde der Entwurf von Kashef Mahboob Chowdhury mit zwei eisbergartigen Felskörpern, die das Bahnhofsportal an beiden Seiten einrahmen und an die Klimakrise erinnern sollen, anerkennend geehrt.

Das Exilmuseum soll für 27 Millionen erbaut und 2025 eröffnet werden.

 

Ort: Foyer der Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
Laufzeit: 29.09.2020 bis 17.10.2020
Vernissage: 28.09.2020
Öffnungszeiten: Mo-Sa 8-22 Uhr
Eintritt: kostenfrei

 

Anastasia Poscharsky-Ziegler

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