Schwerer Landfriedensbruch im Gleisdreieckpark

…so titelte die Berliner Zeitung am Montag, 26. April 2021 und berichtet gleich zweifach von Gewalt und Randale gegen Polizisten am vorausgehenden Sonntagabend. Einem durch die Dennewitzstraße fahrenden Polizeiauto ( ca. 18 Uhr) wurde urplötzlich von hinten ein Stein in die Heckscheine geworfen. Es wurde niemand verletzt. Eine Person wurde wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr festgenommen. Eine Stunde später traf die Polizei im Park eine Gruppe von 50 Jugendlichen an, die sich nicht an die geltenden Hygienemaßnahmen hielten. Die Begegnung endete mit einem Steinwurf auf die Beamten. Der 17-jährige Werfer  wurde festgenommen und seinem Vater übergeben. Ihm wird schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen.

Somit startete der Gleisdreickpark am letzten Aprilsonntag trotz noch winterlicher Temperaturen in einen unfriedlichen Frühling, der Schlimmes befürchten lässt.

Am Montag und am Dienstag (26. und 27. April 2021) setzten sich die Vorfälle fort. Parkbesucher*innen litten am Nachmittag extrem rücksichtslose E-Scooter-Rennen im Park: junge Männer rasten hoch riskant zwischen Spaziergängern, Kindern, Radfahrern in Höchstgeschwindigkeit hindurch – manchmal zu dritt auf einem Roller stehend. Sie bilden insgesamt eine etwa 80 -köpfige Gruppe, die auch durch Verkehrsbehinderungen an der Kreuzung Flottwell- und Lützowstrasse unangenehm auffiel.

Neu ist auch das Feuerlöschersprayen, bei dem große Teile des Parks vernebelt werden. Das geschieht, ebenso wie die E-Scooter-Rennen am helllichten Tag, wenn der Park gut besucht ist, es Publikum gibt, und Angst und Schrecken verbreitet werden können. Auf Videos, die im Internet zu finden sind, weil sich die Täter mit ihren „Aktivitäten“  brüsten, erkennt man, dass Parknutzer*innen, die auf einer Bank sitzen, der giftige Löschschaum direkt in die Gesichter gesprüht wird. Die Feuerwehr arbeitet mit Schaummitteln nur mit Augenschutz! Die Feuerlöscher werden wo immer möglich entwendet, evtl. stammen sie aus den umliegenden Tiefgaragen – wo sie jetzt im Falle einer nötigen Brandbekämpfung fehlen.

Die Polizei zeigte am Dienstag Nachmittag massiv Präsenz mit bis zu 3 Mannschaftswagen und einer fünfköpfigen Fahrradstreife.

Die Rufnummer der zuständigen Polizeidirektion Abschnitt 52 lautet +49 30 4664552700

Videos und Fotos können der Polizei zugemailt werden an:

dir5a52wache@polizeiberlin.de

Dr Polizei Notruf ist 110.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anastasia Poscharsky-Ziegler

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