Goldstaub in der Potsdamer Straße: Strawalde in der Galerie Born

 

In der Potsdamer Straße kann man alles finden. Viel Hässliches und viel Schönes. Im Haus Nummer 58 kann man bis zum 27. Juli 2019 „Goldstaub“ entdecken. Mit dem treffenden Titel sind 21 kleinformatige Collagen vom Künstler Strawalde (Jürgen Böttcher, Jahrgang 1931) gemeint. Wertvolle  Kostbarkeiten, Erinnerungen, Rätselspiele, geheimnisvolle Hieroglyphen und neue Schriftzeichen, die vom jeweiligen Blick des Betrachters entziffert werden möchten. Allerlei Schnipsel von alten Postkarten, Kalendern, Kunstbänden und Geschenkpapier lassen Mosaike dieser Welt von der Antike bis zum Gestern entstehen. Fotografisch ließen sich die Kostbarkeiten hinter Glas nicht gut ablichten – darum: bitte selbst auf Spurensuche gehen!

Ergänzt wird die Collagenserie von vier filigranen Bronzeskulpturen (20-25 cm hoch), die teils abstrakt, teils figürlich Anmut und Eleganz verkörpern.

Aber Strawalde kann nicht nur mit dem fein und kunstvoll. Seine Öl auf Leinwand-Arbeiten in ganz verschiedenen Formaten zeigen Kraft und pastoses Gestalten mit dem sechs cm breiten Pinsel, der auf dem Bildträger wahre Gebirgslandschaften mit hohen Gipfelketten und tiefen Tälern bildet.

Strawalde (Jürgen Böttcher) ist ein mit etlichen deutschen und internationalen Preisen ausgezeichneter deutscher Maler und Dokumentarfilmregisseur. Er wuchs in Strahwalde (Oberlausitz) auf und studierte 1953 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Von 1955 bis 1969 schloss sich an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam die Grundlage für seine zweite Berufslaufbahn bei der DEFA an.

 

Ort: Galerie Born, Potsdamer Straße 58, 10785 Berlin

Dauer der Ausstellung: bis zum 27. Juli 2019

Öffnungszeiten: Di -Sa 12-18 Uhr

Website: http://www.galerie-born.de

E-Mail: info@galerie-born.de

Fon: 030/ 749 20 270

Mobil: 0172/ 88 55 692

Anastasia Poscharsky-Ziegler

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