George Grosz auf der Tankstelle

In einem kleinen George Grosz (Georg Ehrenfried Groß 1893-1959) -Museum werden Arbeiten des Berliner Malers, Grafikers und Karikaturisten aus dessen Nachlass sowie aus Privatsammlungen zu sehen sein.

(Foto :eki)

Der Ort: die alte Tankstelle in der Bülowstraße 18, die der Galerist Juerg Judin 2008 gekauft und für sich als Wohnsitz umgebaut hatte. Hinter einer zwei Meter hohen weißen Mauer wachsen Kirschsträucher, Bambus und alte Kiefern, Juerg Judin legte einen Teich an. 2009 bekam er den „Architekturpreis Berlin“, der alle drei Jahre vom „Architekturpreis Berlin e.V.“  verliehen wird.

bfs d bröer flachsbarth schulz, planbb planungsbüro brakel (Architekten) Juerg Judin (Bauherr) (Foto:eki)

Im ehemaligen Schalterraum und der Werkstatt einer Tankstelle vom „Standardtyp Shell AG 1956“ wird es ein Café geben, der von Judin errichtete zweigeschossige, längliche Anbau soll für die Ausstellungen genutzt werden.

 

Zunächst für fünf Jahre wird hier „Das Kleine Grosz Museum“ entstehen. Vorgesehen sind zwei Wechselausstellungen pro Jahr.

2015 gründete sich der Verein „Georg Grosz in Berlin e.V.“. Neben Ralph Jentsch, der den Nachlass des Künstlers betreut, engagieren sich Kunsthistoriker, Künstler, Verleger, Kaufleute, Steuerberater und Rechtsanwälte in dem Verein. Das Museum wird von einem Kuratorium betreut, zu dem auch der Kunsthistoriker Pay Matthis Karsten gehört.

„Georg Gross, dessen Umbenennung in George Grosz als Protest gegen den Ersten Weltkrieg gilt, etablierte zusammen mit John Heartfield und dessen Bruder Wieland Herzfelde die expressionistische Kunstströmung Dada in Berlin. Seine politischen Arbeiten brachten ihm viel juristischen Ärger ein. Noch bevor er unter dem Nationalsozialismus verhaftet werden konnte, emigrierte er 1933 in die USA. Erst kurz vor seinem Tod 1956 kehrte er nach Berlin zurück.“ (Berlin.de)

Mehr Infos zum Grosz-Museum finden Sie hier

 

Edith Kitzelmann

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