… und Frühling wird‘s wieder in Tiergarten-Süd

Der Spatz, ein „Kulturfolger“, liebt die Nähe zu uns Menschen (Foto:eki)

 

Die geselligen Spatzen (Foto:eki)

Wetterexperten sagen für Februar 2020 eine recht konstante Wetterlage mit allerdings viel zu mildem Wetter voraus. Es tiriliert, zwitschert, und pfeift tschilp-tschilp laut und vernehmlich vor dem Fenster. Der Spatz mit seinem eher unspektakulärem Gesang zählt zu den Singvögeln.

 

 

 

 

Der kleine Trupp unserer tagaktiven, gefiederten Freunde begrüßt die ersten Vorfrühlingsboten und weckt uns morgens mit seinen „Liedern“. Ihre Nächte verbringen die Vögel gemeinsam in Hecken, Sträuchern, Bäumen und in Hausbegrünungen. Sie brauchen die „verwilderten“ Grünflächen mit einheimischer Vegetation, mit Parks und Gärten und Insekten für die Aufzucht ihrer Jungen.

Noch sind kräftige Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 50km/h und 60km/h aus südwestlicher Richtung vorausgesagt, da sind sie bereits auf Brautschau und mit Nestbau beschäftigt.

Das Leben in einer „Neubauwohnung“ im „Reihenhaus“ festigt die „Dauerehe“ des Haussperlings (Foto:eki)

 

Laut Aussage des NABU (Naturschutzbund) Berlin „meldeten allein in Berlin 3.694 Vogelfreund*innen ihre Beobachtungen. 82.028 Vögel wurden im Januar 2020 in der Hauptstadt gezählt. Der Haussperling konnte nun zum zehnten Mal in Folge seine Spitzenposition verteidigen“. Er zählte lange zu den bedrohten Tierarten, seit einigen Jahren scheint sich dieser Trend bei uns in der Stadt umzukehren.

Der Spatz ist einer der bekanntesten und auf der ganzen Welt weit verbreitetsten Singvögel. Er badet gern, sowohl im Sand, als auch im Wasser. Der 15 Zentimeter große Vogel kann bis zu fünf Jahre alt werden und brütet von Mitte April bis August, in Nischen und Höhlen zwei bis drei Mal im Jahr, legt drei, manchmal vier Eier.

Abflug (Foto:eki)

Feinde hat er in der Stadt, Katzen, Steinmarder und Ratten erbeuten am häufigsten junge, unerfahrene Haussperlinge. Erwachsene Spatzen werden zur Beute für Sperber und Turmfalke, Rabenkrähen gehören zu seinen seltenen Feinden. Autos und Pestizide zählen ebenso zu seinen Feinden. Eichelhäher, Krähen und Eichhörnchen lieben seine Eier.

Der Frühling schickt seine Vorboten zu uns, aber ein wenig müssen wir dennoch auf ihn warten. Auf der Nordhalbkugel wird der kalendarische Frühling in diesem Jahr am 20. März um 04:49 Uhr mitteleuropäischer Zeit anfangen. Zu diesem Zeitpunkt wird der meteorologische Frühling schon ein paar Tage alt sein, denn er beginnt bereits am 01. März 2020. Dann wird uns die Frühlingssonne endlich wieder nach draußen locken.

Link: NABU Berlin-Mitte-Tiergarten-Wedding:

https://berlin.nabu.de/wir-ueber-uns/bezirksgruppen/mitte-tiergarten-wedding/index.html

Bauanleitung für ein Spatzenreihenhaus:

https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/nistkasten-spatz.pdf

 

 

Edith Kitzelmann

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