„Passer“ heißt auf Französisch vorbeigehen, die Passerelle am Potsdamer Platz ist ein unterirdischer Übergang für Fußgänger, die vom Sony-Center, das inzwischen „Center am Potsdamer Platz“ heißt, zum U- oder S-Bahnhof wollen. Biegt man von diesem Übergang rechts ab, erlebt man eine Überraschung. Ist das hier wirklich in Berlin?

Warmes rotviolettes Licht erleuchtet einen leicht geschwungenen Tunnel in angenehmer Farbtemperatur. Alles picobello sauber und gepflegt. Rechts und links des breiten Laufstegs Fahrräder der deutlich gehobenen Preisklasse, minimalistische Rennräder, Citybikes, Mountainbikes, sogar Lastenräder können hier auf insgesamt 200 Stellplätzen geparkt werden. Natürlich gibt es auch Ladestellen für E-Bikes.

In den meisten Fällen sind das Räder, die man ungern auf der Straße abstellen möchte. Hier unter dem Potsdamer Platz sind sie in Stahlkäfigen gesichert oder aber mit überzeugend stabilen Stahlbügeln angeschlossen, die jedem Diebstahlsversuch standhalten. Dazu kommen Schließfächer verschiedener Größe, das Ganze ist geplant für Pendler, die einen Teil ihres Arbeitswegs mit dem Rad zurücklegen. Auch für neuere Formen urbaner Mobilität wie E-Scooter, Segways und Skateboards finden sich Plätze. „Neues Bike Parking Projekt im Center am Potsdamer Platz“ heißt dieser durchaus angenehme Ort – ganz neudeutsch.
