Masterplan Kulturforum fortgeschrieben

Am 13. Januar hat der Berliner Senat den erneuerten Masterplan Kulturforum beschlossen, in dem die Neugestaltung und Aufwertung des Gebietes rund um Philharmonie, Gemäldegalerie und das neue Kunstmuseum „berlin modern“ beschrieben wird.

Aus der Sitzung des Senats am 13. Januar 2026:

Der Senat von Berlin hat heute auf Vorlage des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, den Entwurf für die „Fortschreibung Masterplan Kulturforum“ zur Kenntnis genommen. Die Fortschreibung ersetzt den 2006 beschlossenen Masterplan zur Weiterentwicklung des Kulturforums und erweitert den Betrachtungsraum.
Anfang 2024 hat sich der Gestaltungsbeirat Öffentliche Räume aufgrund der stark veränderten Rahmenbedingungen für eine Anpassung der Ideen und Setzungen des 2006 beschlossenen Masterplans ausgesprochen, in dem der Bau des „berlin modern“ (Museum des 20. Jahrhunderts) noch nicht vorgesehen war. Ergänzend empfahl der Gestaltungsbeirat, das Entsiegelungs- und Begrünungspotential zu prüfen.
Gemeinsam mit unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern wurden die Grundlagen für die Ziele herausgearbeitet, die das Kulturforum als ein einzigartiges kulturelles Zentrum definieren, in dem sich Kunst, Musik, Forschung, Wissen, Religion und ikonische Architektur verbinden. Die kulturellen, historischen und stadträumlichen Potentiale des Kulturforums gilt es zu nutzen, um die Strahlkraft der kulturellen Einrichtungen weiter auszubauen und gleichzeitig für diesen wichtigen und zentral liegenden Stadtraum ein stimmiges, identitätsstiftendes Gesamtbild zu entwickeln.

Alle Beteiligten verständigen sich einvernehmlich auf verschiedene Maßnahmen zur städtebaulich-freiraumplanerischen Qualifizierung des Kulturforums Berlin. Im Folgenden sind beispielhaft zu nennen:

Baustelle berlin modern ©eki

Scharounplatz: Erhöhung der Begrünung und der Aufenthaltsqualität.

Johanna und Eduard Arnhold Platz (Piazzetta): Erfordernis der umfangreichen baulichen Transformation, Erhöhung der Begrünung und der Aufenthaltsqualität.

Matthäikirchplatz: Umgestaltung unter Berücksichtigung des geschichtlichen Bezugs und der Stärkung der blau-grünen Infrastruktur.

Freianlagen Museumsneubau „berlin modern“: Harmonisierung im Bereich der angrenzenden Freianlagenplanung.

Sigismundstraße: Verkehrsberuhigung zwischen Potsdamer Straße und Matthäikirchplatz und Umgestaltung zu einem platzartigen Bereich.

Potsdamer Straße: Stärkung der Querungsmöglichkeiten und der Aufenthaltsqualität.

Staatliches Institut für Musikforschung (SIM) und Musikinstrumenten-Museum (MIM) sowie Philharmonie mit Kammermusiksaal: Rückbau des Parkplatzes und temporäre Begrünung, Schaffung eines neuen Eingangs für das SIM/MIM mit Orientierung zum Kulturforum.

Kulturforum vor Beginn der Bauarbeiten von „berlin modern“ © bse

Freianlagen der Staatsbibliothek: Schaffung einer Durchwegung zwischen Potsdamer Platz/Marlene-Dietrich-Platz und dem Kulturforum im Zuge der Sanierung

Am Landwehrkanal: Aufwertung des Josephine Baker Garden und der Freifläche am Kanal, Aufwertung der Wegeverbindung in Nord-Süd-Richtung.

Am Tiergarten: Aufwertung der Freifläche nördlich des Kunstgewerbemuseums und perspektivisch Verortung einer Gastronomie, Durchwegung zwischen dem Tiergarten und dem Johanna und Eduard Arnhold Platz (Piazetta) im Zuge des Neubaus für die Staatsbibliothek.

Damit bietet die „Fortschreibung Masterplan Kulturforum“ die Grundlage für die Weiterentwicklung der Kulturforums im partizipativen Verfahren mit den beteiligten Institutionen und die Chance, die Beschlüsse der vergangenen zwei Jahrzehnte den aktuellen Herausforderungen anzupassen und damit zukunftsorientiert fortzuschreiben. Besonders hervorzuheben ist der gemeinsame Anspruch, die drei Stadträume Johanna und Eduard Arnold Platz (Piazzetta), Scharounplatz und Matthäikirchplatz zu einer neuen Mitte des Kulturforums zusammenzufassen und als Ort der Stadtgesellschaft und der umliegenden Kultureinrichtungen gemeinsam zu nutzen.

An der Fortschreibung des Masterplans für das Kulturforum Berlin waren zahlreiche Partnerinnen und Partner beteiligt: der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, das Landesdenkmalamt Berlin, das Bezirksamt Mitte von Berlin, die Grün Berlin GmbH, die Berliner Verkehrsbetriebe, die Berliner Wasserbetriebe, die Berliner Regenwasseragentur, die Berliner Immobilienmanagement GmbH, die Kulturprojekte Berlin, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Staatlichen Museen zu Berlin, die Stiftung St. Matthäus, die Stiftung Berliner Philharmoniker und das Wissenschaftszentrum Berlin.

Quelle berlin.de

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