Das Haus am Lützowplatz lädt herzlich zur Eröffnung der Ausstellung Barbara Loftus – Eine Enterbung am Donnerstag, den 26. März 2026, um 19 Uhr ein.
Begrüßung
Dr. Friederike Haase, Mitglied des Vorstands und Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz des Landes Brandenburg
Grußwort
Kieran Drake, Stellvertretender Botschafter bei der Britischen Botschaft in Berlin
Einführung
Dr. Marc Wellmann, Kurator der Ausstellung und künstlerischer Leiter des Haus am Lützowplatz (HaL)
Die Künstlerin ist anwesend.
Seit mehr als drei Jahrzehnten setzt sich die britische Malerin und Filmemacherin Barbara Loftus künstlerisch mit der frühen Lebensgeschichte ihrer deutsch-jüdischen Mutter Hildegard Basch auseinander. Die Ausstellung Eine Enterbung im Haus am Lützowplatz ist das Ergebnis dieses intensiven Recherche- und Kunstprojekts.
Erst im späten Alter von 79 Jahren begann die Mutter aus einer zufälligen Situation heraus über einen bislang unterdrückten Teil ihrer Vergangenheit mit der 1946 in England geborenen Tochter zu sprechen: Da war das Berlin-Schöneberg der 1920er-Jahre, die großbürgerliche Wohnung in der Lutherstraße 51, später Keithstraße 14, in der Hildegard Basch mit ihren Eltern Sigismund und Herta und ihrem Bruder Heinz aufwuchs. Und da waren die ab 1933 einsetzende systematische Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung zu Verfolgung, Deportation und Vernichtung ihrer Familie führte. Die Großeltern und der Onkel der Künstlerin wurden 1942 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet; die Mutter emigrierte 1939 als junge Frau nach England.

Barbara Loftus, Witnessing the Confiscation (Detail), 2022, Ölfarbe auf Leinwand / oil on canvas, 167 x 140 cm Foto: HaL
Die aufgezeichneten Erinnerungen ihrer Mutter bilden das Zentrum einer in unterschiedlichen Medien bis heute fortgeführten Werkserie von Barbara Loftus. Die Ausstellung im Haus am Lützowplatz knüpft an eine Präsentation ihrer Werke 2013 im Museum Ephraim Palais, Berlin an.
Ein Katalog mit Texten von Barbara Loftus, Marc Wellmann und Lutz Winckler wird im Permanentverlag erscheinen.
Laufzeit der Ausstellung: 27. März – 25. Mai 2026 (Pfingstmontag)
