Auch eine KI kann sich irren. Laut einer Recherche bei chatGPT zu Walter Benjamin sei er am Kurfürstendamm 154 aufgewachsen. Für den korrigierenden Hinweis Kurfürstenstraße 154 bedankte sich die KI und fügte ergänzend „Tiergarten/Schöneberg“ hinzu.
Entlang dieser Bezirksgrenze verläuft die Begrenzung der Parkzonen 22 Tiergarten Süd und 55 Schöneberg Nord. Die meiner Parkvignette zugewiesene Zone 22 und damit das kostenlose Anwohnerparken beginnt direkt vor meiner Haustür und reicht bis zum Landwehrkanal. Will ich den Wagen aber mal eben um die Ecke abstellen, etwa an der Kielgan- oder der Frobenstraße, zahle ich für vier Stunden Parken mehr, als mich die Parkvignette für das ganze Jahr kostet. Dass die Nutzung der Vignette für meine Wohnadresse in Schöneberg nicht möglich ist, sehe ich als ein gewisses Kuriosum. Damit konfrontiert, verwies die Vignettenstelle des Bezirks Tempelhof-Schöneberg als ausstellende Behörde auf die Zuständigkeit der Straßenverkehrsbehörde – und auf das „System“, in dem alles fest hinterlegt sei.
Tiergarten – Schöneberg: Es ruft mir meine historischen Bindungen zu beiden Altbezirken wach: in Tiergarten bin ich geboren und aufgewachsen, habe dort meinen Beruf erlernt. Später hatte ich verschiedene Adressen in Schöneberg. und nun, nach längerer Auszeit in Brandenburg, wohne ich wieder in Schöneberg, an der Kurfürstenstraße, nahe meinem „Altbezirk“ Tiergarten.

Die Vignettengeschichte geht weiter: hin und wieder finde ich ein Knöllchen an der Windschutzscheibe, in „meiner“ Parkzone 22 wohlgemerkt. Das kontaktierte Ordnungsamt Mitte entschuldigte sich. und trotzdem, die kleinen Verwarnzettel finden sich, nach längeren Pausen immer wieder mal eingeklemmt am Scheibenwischer.
