Der Bezirk Mitte will gegen die zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raums vorgehen. Die Stadtteilkoordination ruft dazu auf, störende Altlasten, vergessenes Gerümpel auf Gehwegen und in Grünanlagen zu melden.
Die E-Mail-Adresse lautet: stk-regierungsviertel@berlin.de
Hier und da stehen vergessene Telefonzellen, alte Kaugummiautomaten oder Möbel-Müll-Berge auf der Straße. Der Bezirk Mitte sammelt diese Orte nun. Fällt dir etwas ein, das im öffentlichen Raum steht und eigentlich weg kann? Mach ein Foto, schreibe wo genau es ist, und sende es an stk-regierungsviertel@berlin.de
Teure Müllsünden – Mitte greift am härtesten durch. Der Bezirk Mitte greift beim Kampf gegen illegale Müllentsorgung besonders entschlossen durch: Mit Bußgeldern in Höhe von rund 76.000 Euro hat kein Berliner Bezirk im Jahr 2025 mehr Strafen verhängt – das ergab eine aktuelle dpa-Umfrage unter den Ordnungsämtern. Damit liegt Mitte deutlich vor allen anderen Bezirken; am unteren Ende folgt Tempelhof-Schöneberg mit 1000 Euro.
Doch trotz der seit November massiv erhöhten Bußgelder zeigt sich berlinweit bislang kaum ein abschreckender Effekt. Die Zahl der Anzeigen bleibe „unverändert auf einem hohen Niveau“, heißt es aus mehreren Bezirken. Für eine wirklich belastbare Bewertung sei es allerdings noch zu früh.
Seit Anfang November ist ein neuer Bußgeldkatalog in Kraft. Die Bußgelder sind zum Teil deutlich erhöht worden. Schon das Wegwerfen einer Zigarettenkippe kann ein Bußgeld von 250 Euro zur Folge haben.
Vor zwei Wochen entschied der Senat zudem, dass künftig die Bezirke selbst die Einnahmen aus den Bußgeldern behalten – als zusätzlichen Anreiz für konsequenteres Vorgehen.
