Im Kurfürstenkiez wird eine Notrufsäule installiert
- Hightech-Notrufsäule mit Videofunktion wird im Kurfürstenkiez installiert
- Pilotprojekt soll Sexarbeitende, queere Menschen und Anwohnende schützen
- Bei erfolgreicher Testphase mögliche Ausweitung auf weitere belastete Berliner Kieze und Verkehrsknotenpunkte
Eigentlich galten sie als Relikte einer analogen Zeit, deshalb wurden die alten, mintfarbenen Notrufsäulen auf Berliner Gehwegen bereits vor 20 Jahren abgebaut.
Nun plant der Bezirk Tempelhof-Schöneberg in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Inneres einen neuen Anlauf: Eine moderne Notrufsäule soll im Rahmen eines Pilotprojekts an der Bülowstraße Ecke Frobenstraße installiert werden, wie die Senatsinnenverwaltung rbb|24 bestätigte. Sie soll das Sicherheitsgefühl im Kurfürstenkiez spürbar stärken. Zunächst berichtete die „BZ“.

Die Notrufsäule soll an der Ecke Bülowstraße/Frobenstraße aufgestellt werden. FP
Testphase soll 2026 starten
Die Testphase soll nach Angaben des Bezirksamtes im ersten Quartal 2026 beginnen. Verläuft das Projekt erfolgreich, könnte das Modell in weiteren Berliner Stadtteilen erprobt und ausgebaut werden.
Mit den alten mintfarbenen Notrufsäulen hat das Modell im Kurfürstenkiez allerdings wenig gemein: Das Modell soll Betroffenen einen klar erkennbaren Schutzbereich bieten, eine Gefahrensituation dokumentieren und gleichzeitig ermöglichen, sofort Hilfe zu schicken – ohne dass die betroffene Person selbst noch handeln muss. Sobald eine Person den Notruf auslöst, überträgt die Anlage in Echtzeit Video- und Tonaufnahmen, zudem kann das Umfeld ausgeleuchtet werden. Die nötige Rechtsgrundlage dafür schuf der Senat erst kürzlich mit der Novellierung des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes Berlin (ASOG).
Quelle: rbb24
