HaL: Timm Ulrichs Ausstellung wächst jeden Tag um ein Kunststück!

Die Räume im Haus am Lützowplatz füllen sich täglich um ein Exponat von Timm Ulrichs mehr. (Foto: APZ)

Der 26. Juni 2020 ist Tag 63 von 100 Tagen. Das bedeutet für die aktuelle Ausstellung im Haus am Lützowplatz „Ich, Gott & die Welt“ zum 80. Geburtstag des Berliner Konzeptkünstlers Timm Ulrichs, dass 63 seiner Werke und dazu 63 Kommentare von namhaften Zeitgenossen die Galerie bis dato füllen.

An Tag 63 kam das Werk „Ich: im Rahmen“ dazu. Ein weißer Rahmen umfasst eine weiße Fläche. Am Rahmen gibt es unten mittig ein herausgesägte Segment,  das im  Profil des Rahmens zugleich das Gesichtsprofil von Timm Ulrichs zeigt. Der dazugehörige Kommentar hängt auf gelbem Papier an der großen Textwand aus und stammt von Rechtsanwalt Prof. Dr. Gerhard Pfennig, der  von 1973 bis 1988 die Aufgabe des Geschäftsführers des Bundesverbandes Bildender Künstler versah.

Pfennig schreibt: „Timm Ulrichs ist bekannt für seine grimmige Ironie, die allerdings manchmal durchaus den Rahmen sprengen kann. Schon der Titel des Werkes „Ich: im Rahmen“, nimmt man ihn wörtlich, ist pure Ironie, denn im Rahmen hat er sich zeit seines Lebens ja nur selten bewegt, zu unser aller Glück, denn sonst wäre aus ihm ja kein Künstler geworden, der, wie es die Aufgabe der Künstler nun mal ist, den Rahmen der Konventionen und kunstimmanenten Kodexe sprengt…“

Timm Ulrichs „Ich: im Rahmen“ 1993/96/98
Exponat des 63. Tages von 100 Tagen (Foto: APZ)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Konzept von Kurator Matthias Reichelt sieht vor, bis zum 02. August 2020 den Besucher*innen „100 Tage – 100 Werke – 100 Autoren“  zum Lebenswerk von Timm Ulrichs vor Augen zu führen.

Die breitgefächerte Retrospektive zum 80. Geburtstag des Berliner Künstlers im März 2020, erfordert ein wiederholtes Vorbeischauen – bis zum großen Abschlussfest am 02. August mit Katalogvorstellung. Schauen Sie vorbei!

 

Ort: Haus am Lützowplatz, Lützowplatz 9, 10785 Berlin

Öffnungszeiten: täglich 11-18 Uhr  (Sonderöffnungszeit nur zu dieser Ausstellung)

Website: http://www.hal-berlin.de

 

 

Anastasia Poscharsky-Ziegler

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